Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

von berliner-anwalt.de
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Sie sind Opfer einer Straftat geworden, mussten Gewalt, Bedrohung, Beleidigung und Verfolgung erleiden und wissen nun nicht genau, wie Sie mit dieser Situation umgehen sollen? Mit diesen Fragen stehen Sie nicht allein. Für das Jahr 2008 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 907.376 Opfer von Straftaten registriert. Darunter sind 608.159 Körperverletzungen und 223.010 Straftaten gegen die persönliche Freiheit, worunter auch das sog. Stalking (Nachstellung) fällt. All diesen Opfern stehen Täter gegenüber, die in ihrer Rolle jedoch überdurchschnittlich mehr Aufmerksamkeit erfahren als deren Opfer. Dies hat vielfältige Gründe. Zum einen werden Opfer in unserer Gesellschaft nicht selten als schwach und unwürdig stigmatisiert. Zum anderen ist auch das Strafverfahren historisch auf den Opferschutz nicht angelegt. Nicht zuletzt sind Opfern ihre Rechte und Möglichkeiten, Hilfe und Wiedergutmachung zu erfahren, einfach unbekannt. 

Mit dem 2. Opferrechtsreformgesetz wurde die Entwicklung eines weitgehenden Opferschutzes weiter vorangebracht. Opferanwalt, Nebenklage, Zeugenbeistand, Adhäsionsverfahren und Opferentschädigung sind nur einige Schlagworte, die das sog. Opferrecht kennzeichnen. In Fällen von Gewalt und Stalking wird es darüber hinaus vielfach erforderlich, Sofortmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz und den Polizeigesetzen der Länder zu ergreifen. 

Viele Informationen zum Thema Opferhilfe finden Sie auch unter www.opfer-hilfe-recht.de. Wenden Sie sich frühzeitig an einen Opferanwalt und lassen Sie Ihre Rechte und Möglichkeiten als Opfer einer Straftat prüfen. Je früher Ihr Rechtsbeistand gegenüber den Ermittlungsbehörden und dem Gericht seine Beauftragung anzeigt, desto intensiver kann er auf das Ermittlungsverfahren einwirken und Ihre Interessen frühzeitig vollumfänglich und konsequent verfolgen. 

Nehmen Sie die Ihnen als Opfer zur Verfügung stehenden Rechte wahr und machen Sie damit selbst den ersten Schritt zur Bewältigung des Erlebten. „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka)
03/2010
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Der Autor
Rechtsanwalt
Lars Wunder
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